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Wetter

  • Vergleich Wetterindex und Corona- Fallzahlen für Städte und Regionen

    Vergleich der täglichen Fallzahlen mit einem Wetterindex für verschiedene Städte bzw. Regionen in Deutschland
    Stand: 13.01.2020, mit Wettervorhersage bis zum 22.01.2021

    Bitte beachten:
    Diese Auswertungen sind experimentell. Ob der Index tatsächlich zur Beurteilung des Infektionsverlaufs geeignet ist, muss sich im weiteren Verlauf erst noch zeigen. Wenn ein solcher Index sich als Indikator bestätigen sollte, hätte er aber große Bedeutung, weil man darauf basierend eine gute Vorhersage für das voraussichtliche Infektionsgeschehen machen könnte.
    Diskussion und Mitwirkung ist gerne erwünscht. Zum theoretischen Hintergrund siehe hier. Ich habe im Forum von Wetterzentrale.de ein Diskussion eröffnet. Dort werden weitere interessante Aspekte beschrieben.

    Ich versuche,regelmäßig zu aktualisieren, kann es aber nicht versprechen.

    Die Wetterdaten stammen vom Deutschen Wetterdienst. Die Infektionszahlen stammen von dieser Seite. Sie beruhen auf den Zahlen des RKI. Für die Unterstützunng bedanke ich mich ganz herzlich. In den Diagrammen werden die Fallzahlen als gleit. Mittelwerte der letzten 7 Tage um 8-11 Tage nach hinten versetzt dargestellt. Dadurch wird ungefähr das tatsächliche Infektionsdatum simuliert. Bei der Auswertung hat sich herausgestellt, dass der 'Best Fit' der Kurven nicht bei einem bestimmten Versatz liegt, sondern abhängig von der Stadt/Region zwischen 8-11 Tagen liegt. V.a. die großen Städte scheinen eine etwas geriungere Meldeverzögerung zu haben.

    Der Wetterindex basiert auf den Stundenwerten folgender Wetterparameter:

    • Temperatur 2m  <= 10° C
    • relative Feuchte > 80%
    • Windgeschwindigkeit <=4 km/h
    • Regen: gleitendes 24-h- Mittel <= 0,2 mm (Hintergrund: stärkerer Regen wäscht Aersosole aus)
    • Nachtstunden von 23:00 bis 6:00 werden nicht berücksichtigt (Hintergrund: Die meisten Leute schlafen um diese Zeit und sind nicht unterwegs)
    • Die Kurve der Fallzahlen ist jeweils ca. 10 Tage nach hinten geschoben, da ja die Meldezahlen nicht den Zeitpunkt der Infektion darstellen. Damit versuche ich den tatsächlichen Infektionszeitpunkt zu simulieren. Dieser zeitliche Versatz ist Städte/Regionsspezifisch und liegt zwischen 8 und 12 Tagen ('Best Fit').

    Die Wetterdaten des DWD enthalten Vorhersagedaten des DWD (Modelldaten). Dadurch ist ein Ausblick auf die nach Modelllage des Wetters wahrscheinliche Entwicklung der nächsten 7 Tage möglich!

    Die Städte/Regionen sind nach 2 Kriterien ausgewählt:
    - Sie bilden einigermassen die Wetterregionen in Deutschland ab und
    - Es werden aktuelle oder frühere Hotspots einbezogen

    Neu: keine Änderungen gegenüber letztem Update.

    1. Stadt Stuttgart
    Die Referenzwetterstation ist der Flughafen Echterdingen

    Index Stuttgart ohne Aerosole 13 01 2021

    Besonderheit: Die Fallzahlen gingen bereits vor dem Lockdown am 16.12. zurück und entgegen des Trends des Wetterindex. Dabei könnte die Temperatur eine Rolle gespielt haben. Es war in diesem Zeitraum recht kalt. Möglicherweise haben sich aber auch die Menschen schon vor dem offiziellen Lockdown vorsichtiger verhalten. Der Tiefpunkt wurde bereits etwa um die Zeit des Lockdowns erreceicht. Danach gute Korrelation mit dem Wetterindex.

    1.1 Region Stuttgart (SK Stgt, LK BB, LB, Rems-Murr, GP, ES)

     Die Referenzwetterstation ist der Flughafen Echterdingen

    Index Region Stuttgart ohne Aerosole 13 01 2021

     1.2 Landkreis Böblingen 

    Die Referenzwetterstation ist meine private Wetterstation in Leonberg Gartenstadt (DAVIS, belüftet)

    Index Leonberg ohne Aerosole 14 01 2021

    Besonderheit: Die Wetterstation liegt im geschützten Glemstal im Stadtgebiet von Leonberg, daher nicht so gut auf Durchlüftung optimiert wie eine DWD-Station, speziell an einer Flughafenstation wie Echterdingen. Sie ist aber für diesen Zweck repäsentativer, da sie den realen Verhältnissen in der Stadt näher kommt, v.a. bei der Windgeschwindigkeit. Seit Anfang November gibt es eine recht gute lineare Korrelation zwischen dem Index und den Fallzahlen. Das Zusammenspiel zwischen Lockdown und Wetter war ähnlich wie in Stuttgart.

    1.3 Östl. Schwarzwald, Baar, Westalb (LK FDS, BL, VS, Rottweil, TUT)

    Index Balingen ohne Aerosole 13 01 2021

    Besonderheit: Die Fallzahlen gehen schon vor dem Lockdown runter, sie korellieren besser mit dem Wetterindex.

     2. Berlin 
    Die Referenzwetterstation istTempelhof

    Index Berlin ohne Aerosole 13 01 2021

    Besonderheit: Lockdown und Wetterindex wirken zeitlich parallel.

    3.Hamburg

    Die Referenzwetterstation ist der Flughafen Fuhlsbüttel.

    Index Hamburg ohne Aerosole 13 01 2021

    Besonderheit: Eine Wirkung des Lockdown ab dem 16.12.ist kaum erkennbar. Es könnte allerdings sein, dass die Hamburger schon vorher vorsichtiger gewqorden sind. Aber der Rückgang der Fallzahlen ist auch vorher gering.

     4. Essen
    Die Referenzwetterstation ist Essen Bredeney.

    Index Essen ohne Aerosole 13 01 2021

    Besonderheit: Die Fallzahlen gingen auch in Essen schon vor dem Lockdown runter. Sie korellieren jedoch recht gut mit dem Wetterindex.

     5. Region Chemitz / Erzgebirge / Zwickau

    Die Referenzwetterstation ist Chemnitz.

     Index Chemnitz ohne Aerosole 13 01 2021

    Besonderheit: Etwa zum Lockdown-Termin gab es eher zu einem kurzen erneuten Anstieg (vielleicht durch Aktivitäten unmittelbar voher bedingt), Danach ist ein deutlicher Rückgang erkennbar. Allerdings geht auch der Wetterindex zurück.

     6. Region Traunstein, Rosenheim, Berchtesgaden
    Die Referenzwetterstation ist Chieming. Diese eher ländlich geprägte Region hatte im Oktober teils hohe Inzidenzen. Seither sind sie aufvergleichsweise hohem Niveau verharrt

    Index Rosenheim Freilassing Berchtesgaden ohne Aersosole 13 01 2021

    Besonderheit: Keine Wirkung des Lockdown erkennbar. Aber auch kaum Reaktion auf den Wetterindex. Stattdessen verharren auf hohem Niveau.

    7. Region Passau, Straubing, Deggendorf
    Die Referenzwetterstation istStraubing. Diese Kreise entlang der Donau haben auch hohe Infektionszahlen.

     Index Passau Straubing Deggendorf ohne Aersosole 13 01 2021

    Besonderheit: Keine Reaktion auf den Lockdown erkennbar. Relativ gute Korrelation mit dem Wetterindex, Allerdings ohne direkte Reaktion auf Spitzen (sowohl nach unten oder oben).

  • Wettereinfluss auf Corona-Pandemie? - Ein Diskussionspapier

    Der prinzipielle Zusammenhang zwischen Wetter und der Corona Pandemie ist  inzwischen sicherlich unbestritten. Schließlich erfasste nach dem Abflauen des Pandemiegeschehens im Sommerhalbjahr eine zweite noch größere Welle als im Frühjahr die gemäßigten Klimazonen und insbesondere auch Deutschland.

    Die derzeitige Lehrmeinung  zum Wettereinfluss ist allerdings recht einfach: Durch das kältere Wetter halten sich die Leute mehr in Innenräumen auf. Dort sind sie enger zusammen, die Ansteckungsbedingungen sind viel besser als im Freien und daher stecken sich die Leute vermehrt an (im folgenden ‘Inneneffekt‘ genannt). Ein direkter Wettereinfluss auf die Pandemie wird als vernachlässigbar  eingeschätzt.

    Die Virologen können aber den derzeitigen Verlauf der Infektionszahlen momentan mit ihren Mitteln offensichtlich nicht mehr gut erklären.

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