Willkommen bei der Arbeitsgemeinschaft Verkehrslärm Region Leonberg (AGVL)
Gemeinsam für eine leisere Stadt und bessere Atemluft

Die AGVL fordert zusammen mit weiteren Initiativen Konsequenzen für Leonberg und die Region

Die AGVL hat zusammen mit dem Klima- und Umweltbündnis Stuttgart (KUS) und dem VCD einen offenen Brief an Minister Hermann geschrieben.  Anlass ist zwar der momentan aktuelle VW-Abgasskandal, aber viele Dinge, die momentan hoch gekocht sind,  sind ja keineswegs neu.

Im März hatten wir z.B. einen Kommentar zu damaligen nach unserer Meinung zu positiven Presseberichten über die Schadstoffsituation hier in Leonberg veröffentlicht.

Wir weisen in dem Brief auf die Folgen hin, welche der bisherige lasche Umgang mit den Emissionsgrenzwerten in der Region Stuttgart, speziell auch in Leonberg hat. So ist z.B. bisher in Leonberg und Umgebung die Tatsache, dass auch Leonberg im aktuellen Vertragsverletzungsverfahren der EU genannt wird, kaum bekannt. Bei der Bürgerbeteilung in Stuttgart habe ich auf eine entsprechende Frage an den zuständigen Abteilungsleiter des Verkehrsministeriums die Antwort erhalten, dass Maßnahmen in der Region zurückgestellt werden, um die Erfahrungen in der Stadt Stuttgart abzuwarten. Das ist ein Unding und kommt sicherlich bei der EU nicht so gut an. 

Der NO2-Jahresgrenzwert wird an der Grabenstraße um ca. 50% überschritten. Auch bei Feinstaub kann in Leonberg noch keine nachhaltige Entwarnung gegeben werden. Die Werte sind zwar etwas unter den Grenzwert gesunken, aber man kann nicht ausschließen, dass sie in einem meteorologisch ungünstigen Jahr doch wieder über den Grenzwert gehen. Immerhin hat sich wohl das LKW-Durchfahrtsverbot (was wir von Anfang an gefordert haben) positiv bemerkbar gemacht. Außerdem ist zu erwarten, dass die Werte in Leonberg seit der Verlegung der Messstation in der Grabenstraße nach dem letztjährigen Umbau niedriger liegen werden. Es ist aus der Mess-Historie bekannt, dass die Werte in Richtung Sparkasse (wo die Station jetzt liegt) nicht so hoch sind wie an der alten Stelle.  Wie es in Autobahnnähe derzeit aussieht, wissen wir nicht. Hier bekommen wir nur beschwichtigende Informationen oder wie beim Ausbau der A8/A81 brüske Abweisungen mit den Hinweis, dass bei den Planfeststellungsverfahren die Situation abschließend geprüft worden sei. Dass die Verkehrsmengen erheblich gestiegen sind und noch weiter steigen werden, interessiert die Behörden nicht.  Dabei ist nun durch die aktuelle öffentliche Diskussion klar, dass die offiziellen Emissionszahlen, welche allen Prognosen zu Grunde liegen, falsch sind, vor allem an den Autobahnen.

Es ist zu betonen, dass es hier nicht nur um irgendwelche Umweltvorschriften geht, sondern um die Gesundheit der Menschen, gerade im hoch belasteten Leonberg. Immerhin sterben durch den Verkehr lt. WHO 10 mal mehr Menschen an den Folgen der Luftschadstoffe als an Unfällen (dabei sind wohlgemerkt die Toten durch die Lärmbelastung noch gar nicht enthalten). Die EU überlegt vor diesem Hintergrund daher, die Grenzwerte zu senken. Wir werden also das Problem nicht los. Daher sind wir der Meinung, dass wir nicht mehr so weitermachen können wie bisher. Der Verkehr ist an seinen Grenzen angelangt. Wir brauchen neue Konzepte für die Mobilität und ohne drastische Maßnahmen kommen wir nicht mehr weiter. 

Zu Tempo 80 auf den Autobahnen in der Region:
Dies hätte noch weitere Vorteile:
- Der Verkehrsfluss ist bei dieser Geschwindigkeit am besten, dadurch werden Staus minimiert
- Der Lärm ist geringer
- Die Verkehrssicherheit ist besser, dadurch werden Unfälle und Staus vermieden

Link zum Brief:

Brief an Minister

Ergänzung

Es gibt einen Artikel bei Spiegel-Online. Er schiebt allerdings fälschlicherweise den Grund einseitig auf die Auto- Hersteller. Die Hauptschuld tragen aber die Politik und die Behörden, weil sie die derzeitige Praxis wissentlich jahrelang geduldet haben.  Dadurch kam es im Übrigen auch zu einer Verzerrung des Wettbewerbs:

Interessant auch die dem Artikel beigefügte Karte, die zeigt, dass Leonberg leider zu den schmutzigsten Städten Deutschlands gehört.

Spiegel-Artikel

 

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